Unser Schlaf ist sehr komplex und abhängig von einer Balance mehrere Einflüsse und Faktoren. Unruhiger Schlaf kann daher viele unterschiedliche Ursachen haben, wenn man schlecht einschlafen kann oder in der Nacht immer wieder schnell aufwacht, worunter natürlich auch die Schlafqualität leidet. Manche Schlafstörungen sind nur vorübergehend oder können schnell mit Hilfe einfacher Vorkehrungen gelöst werden, wohingegen andere oft auf Dauer sehr belasten und zu Schlafmangel führen können. Sagen Sie Adé zu unruhigem Schlaf in der Nacht, denn wir verraten Ihnen unsere Tipps, wie Sie den Ursachen auf den Grund gehen und wieder besser schlafen können! 

Primäre Schlafstörungen

Bei primären Schlafstörungen fehlen zugrunde liegende Erkrankungen, die die Schlafstörung verursachen. Eine Ein- und Durchschlafstörung entsteht beispielsweise durch emotionale oder körperliche Anspannung ausgelöst durch Stress oder Grübeleien, durch eine Fehleinschätzung der tatsächlichen benötigten individuellen Schlafdauer sowie durch schlechte und ungünstige Schlafbedingungen und -umgebungen. 

Sekundäre Schlafstörungen

Sekundäre Schlafstörungen treten aufgrund einer körperlichen/organischen bzw. psychischen/psychiatrischen Erkrankung auf wie beispielsweise Depressionen, Angststörungen sowie chronische organische und neurologische Erkrankungen oder hervorgerufen durch Drogen, Alkohol, Medikamente. Bei sekundären Schlafstörungen können die Betroffenen auch unter dem Restless-Legs-Syndrom – ständiger Bewegungsdrang der Beine – oder unter Schlafapnoe – Schnarchen mit Atemaussetzer – leiden. Liegt bei Ihnen eine sekundäre Schlafstörung vor, so empfehlen wir Ihnen eine Untersuchung im Schlaflabor und eine Beratung durch unseren Schlafcoach. 

Primäre sowie sekundäre Schlafstörungen haben immer bestimmte Auswirkungen auf unseren Körper in unseren Schlafphasen.
Um diese zu reduzieren bzw. hinter sich lassen zu können, erfahren Sie hier unsere Tipps und Tricks zur Schlafhygiene für einen erholsamen und ruhigen Schlaf in der Nacht:

Schlafumgebung

Beseitigen Sie am besten alle Lärm- und Lichtquellen im Schlafzimmer, denn während des Schlafs sollte das Zimmer am besten dunkel und ruhig sein, da jede Lärm- und Lichtquelle unterbewusst wahrgenommen wird und für Unterbrechungen der Schlafphasen sorgt – lassen Sie gerne dafür nachts Rollos herunter oder ziehen Sie blickdichte Vorhänge zu. Um besser einschlafen zu können, sollten Sie darauf achten, dass Sie vor dem Schlafengehen Ihren Augen nur warmes, gelbes Licht zumuten, denn dieses bewirkt im Gegensatz zu blauem, kaltem Licht wahre Wunder vor dem Einschlafen. Am besten sollten Sie auch weder Smartphone noch Bildschirme vor Ihrer Bettruhe benutzen, damit Sie eben dieses grelle blaue Licht vermeiden. Zusätzlich bringen Smartphones auch neue Stressoren mit sich, wodurch die Vorbereitung auf das Einschlafen behindert wird. Auch ein schlechtes Raumklima kann zu unruhigem Schlaf führen. Lüften Sie daher Ihr Schlafzimmer mindestens 10 Minuten vor dem Schlafengehen gründlich durch, damit frische Luft im Zimmer ist. 

Schlafzimmer = “Schlaf”-Zimmer

Ihr Schlafzimmer sollte ein Ort zur Erholung und für Ruhe sein, daher sollten Sie – wenn möglich – Fernseher, Schreibtisch und Ergometer aus Ihrem Schlafzimmer entfernen. Letztlich sollte Ihr Schlafzimmer wirklich nur zum Schlafen dienen. Damit Sie sich wirklich wohlfühlen, sich zurückziehen und regenerieren können nach einem stressigen Alltag, sollte das Schlafzimmer zugleich auch der ordentlichste Raum im ganzen Haus sein. 

Abend-/Schlafrituale

Damit Sie entspannt Ihre Nacht beginnen können, sind Abendrituale enorm wichtig, um Ihrem Körper zahlreiche Signale zu geben, herunterzufahren. Mit Hilfe unseres Schlafcoaches und einer professionellen Schlafanalyse sowie -beratung können wir für Sie angepasste Abend- und Schlafrituale fixieren und somit weiter die Regelmäßigkeit fördern. So sorgen Sie für eine entspannende Abendgestaltung, wodurch Sie den Alltag langsam und ruhig ausklingen lassen können. 

Schlafdauer

Guter Schlaf braucht Kontinuität, daher sollten Sie auch besonders anfangs keine Unterschiede zwischen Arbeitstagen und Wochenenden machen. Die “normale” durchschnittliche Schlafdauer, die wir benötigen liegt zwischen 7 und 9 Stunden, jedoch sollte diese erstens nicht von Tag zu Tag unterschiedlich ausfallen und zweitens an Ihren weiteren Tagesverlauf bzgl. Arbeitsbeginn ideal angepasst werden – laut Experten sollte auch die Einschlafzeit weniger als 30 Minuten betragen. Ratsam ist auch nicht mehr zu schlafen, als Ihr Körper wirklich braucht. Für eine Berechnung Ihrer optimalen Schlafdauer sowie Bettgeh- und Aufstehzeit berät Sie unser Schlafcoach ausführlich und erklärt Ihnen, weshalb ein individueller Schlafzyklus mit speziellen Einheiten von 90 Minuten jeweils enorm wichtig für erholsame Nächte und leistungsstarke Tage ist. Kontinuität ist alles bei gesundem Schlaf! 

Sport/Bewegung zur richtigen Zeit

Um müde zu werden und ausgepowert ins Bett zu gehen, benötigen wir natürlich auch etwas Bewegung. Dabei ist jedoch das richtige Maß und die richtige Zeit entscheidend. Intensiver Sport sollte nicht direkt vor dem Zubettgehen stattfinden, denn dabei wird oft so viel Adrenalin ausgeschüttet, dass es kaum möglich sein wird, sofort einzuschlafen und eine ruhige Nacht zu haben. Am besten sollten Sie daher spätnachmittags oder am frühen Abend Ihre Sporteinheiten durchziehen und anschließend nur noch leichte bzw. meditative Sportarten, autogenes Training sowie Entspannungsübungen machen. 

Ernährung 

Abends sollten Sie lieber auf leicht verdauliche Mahlzeiten setzen, denn die Verdauung ist für unseren Körper ein Kraftakt. Am besten sollten sie auf eine ausgewogene Ernährung achten und spätabends auf schwerverdauliche Nahrung verzichten, denn diese beschäftigen unseren Magen sehr und können einen ruhigen Schlaf stören. Tagsüber sollten Sie zudem viel trinken – auf Alkohol und Kaffee sollten Sie jedoch abends verzichten, denn beides hat eine aufputschende Wirkung und verhindert so ein ruhiges und schnelles Einschlafen. 

Bettausstattung

Viele Schlafstörungen basieren auch auf eine ungeeignete Bettausstattung. Gerade in Bezug auf das Liegesystem, das Kopfkissen und Zudecken sowie vieles Weitere können schon einige Verbesserungen für ruhige und ausgeruhte Nächte erlangt werden. Damit Sie ruhig schlafen können, genügend Tiefschlaf- und REM-Phasen zu bekommen und sich nicht unzählige Male im Bett herumwälzen, ist die optimale Bettausstattung von großer Bedeutung. Laut Experten im Schlaflabor reduzieren beispielsweise druckentlastenden Matratzen und ein geeignetes Liegesystem die Häufigkeit unruhigen Herumwälzens in der Nacht um bis zu Faktor 10 und fördern einen gesunden Schlaf. 

Zu diesem Thema können Sie im Beitrag nächste Woche mehr Infos und Produkte von uns erhalten, welche Liege- und Massagesysteme sowie Produkte einen ruhigen und erholsamen Schlaf mit sich bringen. 

Schlafen will gelernt sein! 

Unser Schlafexperte Manfred Bauer kann aufgrund der Zertifizierung zum Schlafcoach für jeden Kunden eine persönliche IST-Analyse zu Ihrem Schlaf erstellen. Zusammen mit dem Schlafcoach Konzept und der individuellen Analyse können wir Ihre wichtigsten Punkte mit dem größten Hebel, an denen wir bei Ihnen ansetzen sollten, herausfinden und Sie wieder auf dem Weg zu einem erholsamen Schlaf begleiten. Unser Schlafcoach hinterfragt dabei nicht nur Ihre Schlafgewohnheiten und Ihre Schlafumgebung, sondern berät Sie umfassend über die für Sie entscheidenden Faktoren für einen besseren Schlaf.

Im nächsten Beitrag stellen wir Ihnen unsere innovativen und vorselektierten Produkte und Systeme vor, welche Schlafstörungen vorbeugen können und für einen guten und erholsamen Schlaf sorgen. Diese können Sie auch jederzeit gerne vor Ort direkt testen und Probeliegen. Unser Team freut sich immer über Ihren Besuch im Rückenzentrum Schlafen in Stamsried!